Heute schon Außergewöhnliches erlebt? Oder außergewöhnlich gewesen? Dann wird's Zeit...
Die Ursprungsfrage
Ein Nichtwissenkönnen unterscheidet sich von einem Nichtwissen in allen Belangen. Ein Nichtwissenkönnen ist ein Fundament, ein Ausblick, eine hohe Warte und gibt vor allem Sicherheit.
Die Sinnfrage
Wenn man dem Bedeutsamen des Daseins und des Lebens in einer Linie nachspürt, verliert man sich. Bedenkt man hingegen die Alternativen zum Dasein und zum Leben, kommt man rasch ans Ziel.
Die Jenseitsfrage
Manchmal braucht es nur eine einzige Idee, damit jeder Einzelne in einer herausfordernden Frage besser zurecht kommt und das Miteinander dennoch unbeeinträchtigt bleibt.
Grenzfragen
Die Grenzfragen sind nichts für bürokratische Eierköpfe. In den Grenzfragen muss man gewitzt werden.
Die Grenzfragen sind nicht die größten und nicht die schwierigsten Rätsel, sondern die ergiebigsten.
Die Grenzfragen sind keine Lösung von irgendetwas. Die Grenzfragen sind eine Inspiration. Die Grenzfragen erlauben einem, sich als außergewöhnlich zu erleben.
Wenn Du ein Wunder werden willst, für das Dasein bedeutsam werden willst, alle möglichen Paradiese zur Verfügung haben willst, dann bist Du noch nicht weise genug. Denn das bist und besitzt Du längst.
Die Ursprungsfrage
(Leseprobe:)
Ein mögliches Wissen erprobt den Verstand. Das Nichtwissenkönnen in der Ursprungsfrage bietet über die geistige Auseinandersetzung hinaus eine weitere Herausforderung: es prüft den Charakter. Nur wer auf das Nichtwissen zugeht und es festmacht, findet zu der Erkenntnis, dass die Ursprungsfrage unmöglich zu beantworten ist --- und von da zu einer Quelle. Mit der Ursprungsfrage wird das Außergewöhnliche des Daseins unerschöpflich. Dasein hat etwas Magisches. Und diese Magie spiegelt sich in den Menschen.
Das Erhabene des Daseins:
In der Ursprungsfrage begibt sich der Mensch auf die Suche nach seinen Wurzeln. Er will wissen, woraus er gemacht ist.
Die Frage, woher etwas kommt, ist banal und gewöhnlich. Jeder einzelne Gegenstand muss von irgendwoher kommen. Man bildet Gedankenketten und fängt vielleicht bei sich selbst an. Man denkt an die eigene Geburt, an die Geburt der Eltern, der Großeltern, der Urgroßeltern und so weiter. Oder man sieht einen Kiesel im Flussbett liegen, der viele Kilometer zuvor von einer Felswand abgesprungen ist, die aufgrund einer tektonischen Verschiebung entstanden ist und so weiter...
Jeder Gegenstand hat eine Geschichte, die man zurückverfolgen könnte. Nur – wo kommen all die Dinge ursprünglich her? Wohin führen all diese Spuren?
Da es keinen Sinn macht, alle Einzelerscheinungen mit Gedankenketten zu versehen, nimmt man eine umfassendere Perspektive ein. Der Ursprung jedes einzelnen Gegenstandes auf einem Planeten ließe sich einfacher und umfassender mit dem Ursprung dieses Planeten beantworten. Und der Ursprung jedes Planeten in einer Galaxie mit dem Ursprung dieser Galaxie. Und der Ursprung jeder Galaxie im Universum mit dem Ursprung des Universums. Und das Universum ist Alles ---
Jeder einzelne Gegenstand muss von irgendwoher kommen, das leuchtet ein – aber woher kommt Alles?
Jeder stolpert irgendwann einmal in die Ursprungsfrage hinein. Man fragt sich, woher etwas kommt, gibt sich Antworten, geht ein paar Schritte weiter und betritt eine völlig neue Welt. Es wird dunkel. Man kommt an seine Grenzen.
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Worauf die Ursprungsfrage letztlich zielt, wird deutlich, wenn man sich einen irgendwie gearteten Ausgangspunkt vorstellt, von dem alles Dasein ausgehen soll. Jede Idee, mit der man die Ursprungsfrage beantworten will, wie die Idee vom Urknall, nimmt für sich in Anspruch, ein solch universeller Ausgangspunkt zu sein. An einem solchen Ausgangspunkt müssen die räumlichen und zeitlichen Möglichkeiten zwangsläufig erschöpft sein, sonst wäre es kein ursprüngliches Beginnen. Es macht demzufolge keinen Sinn mehr, danach zu fragen, woher dieser Ausgangspunkt kommt oder was vor diesem Ausgangspunkt gewesen sein soll. Ort und Zeitpunkt sind an einem theoretischen Ausgangspunkt nicht weiter nach hinten verschiebbar. Und dennoch: An jedem theoretischen Ausgangspunkt muss etwas da sein, sonst könnte man nicht davon ausgehen. Dieses Etwas aber, das an diesem ursprünglichen Ort zur Zeit Null da sein und als Ausgangspunkt herhalten soll, bleibt fraglich. Beim Urknall wäre dies die sogenannte Singularität. Jeder mögliche Ausgangspunkt mag die Frage beantworten, wo alles herkommt, beantwortet aber nicht die Frage, wie dieses Etwas, von dem alles ausgehen soll, selbst da sein kann, worin sein eigener Ursprung liegt. Die Ursprungsfrage wandelt sich an jedem theoretischen Ausgangspunkt zwangsläufig zur Frage, wie dieser Ausgangspunkt da sein kann, weil keine andere Frage noch Sinn macht.
An einem möglichen Ausgangspunkt ist das Staunen und die Neugierde noch nicht erschöpft, bleibt das Denken nicht stehen, ist man noch nicht am Ziel, stellt sich immer noch eine Frage – die interessanteste und grundlegendste Frage – die Frage nach dem Ursprung des Daseins. Die Ursprungsfrage will von vornherein und ausschließlich wissen, wie etwas da sein kann, wie Existenz möglich ist. Das ist das Wesen der Ursprungsfrage. Das macht die Frage nach dem Ursprung allen Daseins zu einer Grenzfrage und so besonders. Die Ursprungsfrage stellt jeden Ausgangspunkt in Frage, weil das, was am Ausgangspunkt da ist, einer Frage würdig bleibt.
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Die Sinnfrage
Das Wundervolle am Denken ist, dass man gefundene Schätze mit anderen teilen und jeder dabei noch ein Stück reicher werden kann. Wir haben das Bedeutsame des Daseins und des Lebens bereits für uns entdeckt. Das kannst Du auch:
Schatzkarte für Sinnsucher:
Schritt 1: Ordne die zahlreichen Bedeutungen von Sinn möglichst wenigen Gruppen zu.
Schritt 2: Frage Dich, was die Alternative zum Dasein wäre.
Schritt 3: Frage Dich, was Dasein ohne Leben wäre.
Schritt 4: Frage Dich, was wirklich sinnlos oder nichtig wäre.
Schritt 5: Frage Dich, wem Dasein und Leben gemeinsam entgegen stehen. - Bingo.
Die Jenseitsfrage
(Leseprobe:)
Die bezauberndste Möglichkeit von allen wäre, dass sich jeder Mensch wünschen kann, wie sein Jenseits aussieht. Und diese Möglichkeit ist tatsächlich gegeben, man muss sie nur nutzen. Sobald man jede Einrede aufgibt und in der Jenseitsfrage charaktervoll bleibt, öffnet sich einem der ganze Himmel und man erhält ihn zum Geschenk ---
Träumen lernen.
Schaue in den Himmel, genieße die Weite, den unendlichen Raum, und fülle ihn mit Deinen Wünschen aus. Tröste Dich! – so lädt der Himmel ein. Ein gefälliges Jenseits braucht niemand zu entbehren, es ist genug Platz für die Wünsche aller vorhanden. Der Wunsch kommt einem wie ein Geschenk vor, das für jeden Menschen seit jeher zum Auspacken bereit liegt. Eine Quelle, die jeder Mensch nach Belieben füllen kann.
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Die Wünsche können sich so häufig verändern, wie sie wollen, sie bleiben immer wandelbar. Der Wunsch spendet jedem einzelnen Menschen Trost und wirkt sich zugleich positiv auf das Miteinander der Menschen aus. Ein Wunsch will nicht Recht haben, weil er kein Anspruch ist, ein Wunsch will nicht überzeugen, weil er mit sich selbst zufrieden ist, ein Wunsch bleibt unverkrampft, weil er zweifelsfrei ist und ein Wunsch gibt keinen Anlass zum Streit, weil er niemandem etwas streitig macht. Man bleibt im Wunsch miteinander verbunden. Der Wunsch wird zur Erfüllung der Fantasien aller im Guten.